quietschbandlöwe roarrrrr! + Tutorial

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wenn Frau bunt viele Quietscher übrig und mal kurz einen Vormittag Zeit für einen Nähkleinigkeit hat, dann verlässt nach einer Stunde ein löwiges, quietschiges Bändertier das Nähstübchen. Ich zeig euch gleich mal schnell, wie das geht. Ist nämlich recht schnell gemacht. Vorher aber kurz noch ein paar „Anwenderfotos“ aus dem hauseigenen Testlaborchen.

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Du brauchst:

  • Eine kleine Schüssel zum Kreis nachzeichnen (damit machen wir unheimlich professionell einen „Schnitt“ für das Löwengesicht. Clever, was?)
  • weißen oder cremefarbenen Baumwollstoff (Fat Quarter)
  • verschiedene Bänder
  • Textilmarker, um das Löwengesicht aufzumalen
  • die Nähmaschine deines Vertrauens
  • 1 Tasse Kaffee (gut, das ist jetzt optional, macht aber die Sache viel gemütlicher)
  • Bügeleisen
  • Eventuell Füllwatte und Quietscher zum Füllen

Bereit? Gut. Dann kann’s ja losgehen.

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  • Vorneweg erstmal Stoff bügeln. Das macht sich immer gut, denn Falten erschweren alles immer unheimlich. Schnapp dir deinen hellen Baumwollstoff und dein Schüsselchen (bei uns war es ein IKEA Kinderschüsserl). Zeichne auf einem Stück Papier mit Hilfe des Schüsselchens einen Kreis und schneide den dann aus.
  • Jetzt wird der Löwenkopf (sprich der Kreis) zweilagig aus dem Baumwollstoff ausgeschnitten. Nahtzugabe 0,5 cm. Damit das Anzeichnen ganz flott geht bzw. falls du keine färbige Kreide da hast, kannst du  einen kleinen Trick anwenden: Feuchte den Rand der Schüssel mit Wasser an und drücke den Rand dann auf den Stoff. Somit siehst du, wo du schneiden musst und diese Markierung verschwindet ganz von selbst wieder. Wahnsinnig schlau, was? 😉
  • Auf einem der ausgeschnittenen Kreise kannst du nun mit dem Textilmarker das Löwengesicht aufzeichnen. Danach gut trocknen lassen und dann laut Anweisung zum Fixieren bügeln (die Trocknungs- bzw. Bügelzeit steht meistens auf den Textilstiften beim Kleingedruckten).
  • So. Nachdem du dich mit dem Textilmarker ordentlich ausgetobt hast, geht’s jetzt ans Bänderschneiden. Die Länge ist Geschmackssache – ich würde mal sagen, so etwa 5 cm sollten die „Haare“ dann im Endeffekt werden. Also schneidest du dir pro Band ein 10,5 cm langes Stück ab. Die 0,5 cm sind Nahtzugabe.
  • Jetzt geht’s an die Nähmaschine. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es einfacher ist, erst alle Bänder auf einem der Kreise festzunähen und dann erst den zweiten Kreis festzunähen. Dann verrutscht nix. Feststecken mit Nadeln kannst du getrost sein lassen – zu viele Bänder auf zu engem Raum vertragen sich nicht mit so vielen Nadeln :-). Schnapp dir also dein erstes Band, falte es zur Hälfte und leg es mit den losen Enden bündig an den Rand des Kreises. Das heißt, dass das gefaltete Ende des Bandes nach innen zeigt! Stückchen für Stückchen und Band für Band wird nun mit 0,5 cm Nahtzugabe mit einem einfachen Geradstich genäht.
  • Wenn du alle Bänder festgenäht hast, kommt der zweite Kreis rechts auf rechts auf den ersten Kreis und wird ebenfalls festgenäht. Achte darauf, dass diese zweite Naht innen neben der ersten Naht liegt, sonst sieht man beim Wenden später die „Bändernaht“. 2 Milimeter Abstand reichen da schon! Ganz wichtig: Bevor du rundherum genäht hast, lass eine Wendeöffnung. Zwei Fingerbreit sollte reichen.
  • Nun Wenden und staunen :-). Toll! Du hast einen Löwen genäht. Gratuliere. Wenn du magst, kannst du ihn jetzt noch füllen und eine Quietscherchen reinstopfen, so wie ich das gemacht habe. Der Löwe sieht aber auch flach toll aus. Dann ist es mehr ein Schnuffeltuchlöwe.
  • Zum Schluss noch die Wendeöffnung verschließen. Entweder per Hand oder mit einem Geradstich der Nähmaschine. Jippie! Fertig!

Ich hoffe, mein kleines Tutorial war verständlich und ich hab nix vergessen. Noch Fragen? Alles klar?