DIY Puppenwindel mit „Inhalt“

diy puppenwindel A

Kennt ihr made by joel? Ich liebe diese Seite. Neben Mr. Printables und so einigen anderen wunderbar kreativen Fundgruben, zieht es mich ganz oft zu Joel rüber. Er hat tolle Ideen für Papierbasteleien aber auch immer wieder witzige DIYs auf Lager. Zum Beispiel die superschnell gemachten Puppenwindeln mit – naja – Inhalt eben.

diy puppenwindel 3

Bei uns zu Hause ist derzeit das Töpfchengehen (und was alles so dabei rauskommt) ein ganz großes Thema. Unsere fast 2-jährige Mini bunt läuft pro Tag gefühlte 1.000 x aufs „Popal“ – also aufs Topferl. „Windel aus! Aaaackiii!“ Mit mehr oder weniger großem Erfolg. Aber, wir lassen sie mal machen. Kleines Geschäft funktioniert in der Krippe schon einwandfrei, zu Hause auch ab und an, großes Geschäft ist noch mehr Theorie als Praxis. Wie dem auch sei, ich habe mir gedacht, nachdem das Thema einen großen Stellenwert im kleinen Köpfchen unserer Tochter hat und sie liebend gerne ihre Puppe wickelt, muss eine kleine Puppenwindel mit Inhalt her. Als ich die lustige Version von made by joel entdeckt habe, musste ich die natürlich gleich nachmachen. Geht wirklich schnell und einfach. Was soll ich sagen? Kleines Kind glücklich, großes Kind auch (positiver Nebeneffekt).

diy puppenwindel 5

SIGNATUR 3 groß

kinderwagenmuff schön kuschelig

Kiwamuff1

wenn ihr mich fragt, gibt es nix schlimmeres als kalte Hände. Ich bin ja sowieso immer eine Kandidatin für kalte Hände und kalte Füße – typisch Frau halt. Aber wenigstens beim Kinderwagenschieben friere ich jetzt nicht mehr. Ha! Meine Finger haben nämlich einen neuen besten Freund bekommen. Er nennt sich Muff und ist ein ganz verschmuster Typ. Am liebsten kuschelt er sich an kalte, Kinderwagen schiebende Finger. Und weil sich meine Hände und ich so über den neuen Kinderwagenmuff freuen, habe ich gleich noch ein paar mehr genäht. Innen sind sie mit Teddystoff oder Fleece gefüttert und verschlossen werden sie mit Snaps. So passen die Muffs auf alle gängigen Kinderwägen.

Kiwamuff 2 Kiwamuff 3

Kiwamuff 4

Diese feinen Kuscheldinger sind heute bei Kinderkram eingezogen und eine kleine Auswahl meiner Lieblingsdesigns darf natürlich dann ganz bald in den neuen Shop. Ach, was? Das hab ich noch nicht erwähnt? Ja, stilles bunt wird bald übersiedeln. Von DaWanda nach Etsy nämlich. Über Besuch freue ich mich natürlich total in der neuen „Bleibe“. Ist ja klar.  Und wisst ihr was? Ich glaub, ich mach dann auch eine kleine Housewarmingparty ;-). Mit einem kleinen Instagram oder Facebook Gewinnspiel? Das wär‘ doch was! Mitte Jänner wird es mit dem neuen Shop (hoffentlich) soweit sein. Ich halte euch auf dem Laufenden.

new loops oder nachtarbeit is my secret weapon

loops neu 2

die Uhrzeit lässt es ja schon erahnen – Frau bunt hat wieder mal eine kleine Nachtschicht eingelegt und die neuen organic Loops fertiggenäht. Naja, wann hat man als teilzeit arbeitende Mutter zweier kleiner Wirbelwinde sonst Zeit, sich seiner kleinen Nähwerkstatt zu widmen? Eben.

loops neu 1

Und so sitze ich hier und verblogge um 1.22 Uhr mein heutiges Tages – nein – Nachtwerk. Eigentlich ja das Werk der vergangenen Nächte, denn wenn jede Nacht entweder das eine oder das andere kleine bunt aufwacht, zieht sich so eine Produktion schon etwas in die Länge. Ich geb euch mal einen kleinen Einblick in meinen Tag.

6.30 Uhr – Aufstehen. Ein Geist steht neben mir am Bett und flüstert „Maaaaamaa, stehst du jetzt endlich auf?!!“

6.31 Uhr – Frühstück machen. Kaffee trinken. Mini bunt vom Couchtisch runterholen, wickeln und anziehen. Herr bunt macht das. Der kann das gut. Frau bunt muss in der zwischenzeit mit Fräulein bunt die Outfitfrage klären.

7.00 Uhr – Fräulein bunt liegt kreischend im Bad auf dem Boden. Sie will das Hasenkleid anziehen, das leider in der Wäsche liegt. Die erste von vielen Krisen an diesem Morgen. Was soll ich sagen, 4-Jährige halt.

7.30 Uhr – Rest vom kalten Kaffee austrinken. Fräulein bunt ist noch immer nicht angezogen. Das Drama im Bad noch in vollem Gange. Wir haben einen Hang zur Theatralik. Sie wird mal Schauspielerin.

7.59 Uhr – Beide bunts einpacken. Fräulein bunt ist endlich angezogen (sie hatte aus Protest zwischenzeitlich das Hasenkleid aus dem Wäschekorb gefischt – ein letzter Versuch). Wir konnten uns doch außergerichtlich einigen. Auf Rock mit Oberteil. Na, Hallelujah!

8.00 Uhr – Mini bunt hat erfolgreich die eben angezogene Jacke und Schuhe wieder ausgezogen. Jetzt aber schnell.

8.17 Uhr – Komme mit den beiden bunts im Kindergarten an. Zu spät. Schon wieder.  8.15 wäre unsere Deadline gewesen. Im Gruppenraum wird schon gesungen. Morgenkreis und so. Draußen hängt schon das Schild „Bitte nicht stören“. Fräulein bunt huscht noch schnell hinein. Weiter zur Krabbelstube, die glücklicherweise nur einen Raum weiter ist.

8.30 Uhr – Die bunts sind im Kindergarten, Frau bunt genießt die Stille im Auto auf dem Weg zur Arbeit. Dort angekommen, beginnt eine andere Art von Stress. Erwachsenenstress – aber der gute. Hab ich schon erwähnt, dass ich meinen Job echt mag?

14.00 Uhr – Ab in den Kindergarten und die Mädels abholen. „Mama, ich mag vorne sitzen!“ Jetzt nicht, Schatz. „Der Soundso darf iiiiimmer vorne sitzen!“ Jetzt nicht, Schatz. Nächstes Mal, ok? Versprochen. „Maaaaamaaaaa! Du bist so gemein! Ich lad dich nicht zu meinem Geburtstag ein!“ Ok, danke für die Information.

16.30 Uhr – Wir basteln. Weihnachtsdeko. Macht Spaß. Bis Mini bunt die Basteleien von Fräulein bunt vom Tisch zieht. Es folgt heftiges Gekuschel zwischen den bunts – immer im Wechsel mit kleineren und größeren Kämpfen. Herr und Frau bunt verbringen den Nachmittag damit, hinter Mini bunt herzulaufen und alles eben ausgeräumte wieder einzuräumen, sowie Mini bunt von der Messerschublade/Waschmaschine/Raufklettern auf so ziemlich alles abzuhalten.

17.50 Uhr – Mini bunt kommt in die Trage. Auf dem Rücken. Frau bunt braucht jetzt beide Hände. Zur Abwechslung mal.

18.30 Uhr – Herr bunt bricht auf zur Arbeit. Was läuft denn heute? Les Misérables? Ok, dann bis um halb elf!

19.00 Uhr – Es folgt: Abendritual mit den üblichen Einschlafprotesten aller Beteiligten. 20.30 Uhr – Ich vermute stark, dass jetzt beide bunts endlich schlafen. Ja, sie schlafen. Frau bunt flätzt sich auf die Couch und bereitet die blogposts der nächsten Zeit vor, kümmert sich um den Shop und tratscht noch eine Runde mit den Kolleginnen auf Facebook. Die sitzen übrigens auch im selben Boot. Die haben nämlich auch Kinder.

22.40 Uhr – Herr bunt kommt von der Arbeit heim und komponiert noch ein wenig.

23.00 Uhr – Frau bunt hat noch die letzten Loops vernäht, da schlägt auch schon das Babyfon Alarm. Heute haben wir mal Glück und Mini bunt schläft wieder ein. Aber gestern Nacht …

Listig sind sie, die kleinen bunts, das sage ich euch! Kaum ist Herr bunt spätabends zu Hause angekommen und das Ehepaar bunt versuchte noch sowas wie vernünftige Erwachsenenunterhaltung zu führen, hört man es schon. Das Babyfon – die Kinderzimmertüre – kleine Schritte die Richtung Schlafzimmertüre tapsen oder überhaupt der Supergau: Mini bunt hustet, weint, weint mehr, hustet noch mehr – uaaahhh! – weckt Fräulein bunt auf. Fräulein bunt „Kann nicht mehr einschlafen!“. Es folgt einmal das komplette Programm: Durst. Muss mal. Mag bei euch schlafen. Mini bunt übrigens auch. Na toll. Zwei kleine bunts feiern eine Party zwischen Herr und Frau bunt. Ich meine, ein Kind geht ja. Wenn Fräulein bunt zu uns wandert, schläft sie meistens wieder ein. Aber Mini bunt ist wach. Sehr wach. Wenn sie mal aufwacht, dann für 2-3 Stunden. Mindestens. Darum, zwei kleine bunts zwischen Herr und Frau bunt =S U P E R G A U.  Schlaf adé. Wird ja eh überbewertet. Wo genau gibt es denn bitte diese Familienbettschlafidylle, von der immer alle reden?

Kennt ihr ja alle. Müdigkeit ist ein Accessoire, das man als Mutter (ja, ja Väter sind auch müde, schon klar) schon gar nicht mehr erwähnt. Das man einfach jeden Tag mit sich mitträgt – wie eine Handtasche. Ja, genau. Müdigkeit als Accessoire – so muss man das sehen, oder? Dann ist es nicht so schlimm, wenn man am Nachmittag fast im Stehen einschläft oder morgens unter der Dusche nicht mehr weiß, ob man die Haare schon gewaschen hat. Na, dann wäscht man sie eben zweimal (ein Grund, warum mir ständig das Shampoo ausgeht).

Bin mir sicher, es geht den meisten so, darum die ganz offene Aufforderung an alle Mütter: Macht euch nicht fertig, wenn euch die Nerven blank liegen, euch eure kleinen Terroristen in den Wahnsinn treiben, ihr alle pädagogisch wertvollen Ansprüche in den Wind schießen wollt. Ich verrat euch ein Geheimnis: Es geht allen so. Ja, allen! Besonders denen, die es nicht zugeben wollen. Die Supermoms, sind gar nicht so super. Manche sind gut organisert, manche haben eine sehr hohe Toleranzschwelle, die meisten reden einfach nicht darüber, wie es ihnen wirklich geht. Darf man doch nicht, oder? Darf man wohl. Und ach, wie viel besser würde es uns allen gehen, wenn mehr Mütter mal zugeben, dass nicht immer alles so sonnig ist, sondern der ganze Alltagswahnsinn ganz oft den letzten Nerv zieht. Ich oute mich einfach mal, in dem ich euch einen kleinen Einblick gebe, in den täglichen Wahnsinn der Familie bunt. Der ja gar nicht so wahnsinnig ist. Aber anstrengend. So sehr man sie auch liebt die kleinen Wirbelwinde. Sie machen einen schon ganz schön fertig. Musste mal gesagt werden.

Und jetzt gute Nacht. Es ist jetzt

2.30 – Frau bunt geht schlafen.

1 | 2 | 3 | 4 | 26 |